In Zukunft

 

Einführung

Das Wort Hospiz beschrieb im Mittelalter eine Herberge, in der Gäste, Wanderer und Pilger liebevoll aufgenommen und versorgt wurden. Sie bekamen hier alles, was sie benötigten, um sich wohl zu fühlen.
Die Hospizbewegung entstand in den 70 er Jahren und übernahm den Namen, um genau dies weiter zu verfolgen, jedoch für Menschen, die ihre letzte Reise antraten.
Das Hauptziel der Hospizbewegung ist seitdem, den Tod als einen Teil des Lebens wieder ins öffentliche Bewusstsein zu rufen und ein Sterben in Würde zu ermöglichen.

Das stationäre Hospiz

In Bad Oldesloe im Kreis Stormarn soll nun ein stationäres Hospiz entstehen, welches generationenübergreifend die Menschen beherbergt, bei denen die Krankheit soweit fortgeschritten ist, dass ein Krankenhausaufenthalt nicht mehr sinnvoll und die Pflege in der häuslichen Umgebung nicht sichergestellt werden kann.
Eine stationäre palliative Versorgung ist in der Region ein bislang fehlendes und durch die strukturelle gesellschaftliche Veränderung eine wichtige Ergänzung zu den bereits bestehenden ambulanten Angeboten.

Das Hospiz Lebensweg soll als wirtschaftlich und organisatorisch eigenständige Einrichtung geführt werden, die an kein Krankenhaus oder Pflegeheim angeschlossen ist. Es wird einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und es soll seinen Gästen die Möglichkeit bieten, in Würde, individuell und selbstbestimmt den letzten Weg des Lebens zu beschreiten.

Das Gebäude soll auf einem großzügigen Grundstück am Rande von Bad Oldesloe entstehen. Dieses Grundstück bietet Platz für eine große Parkfläche und einen Kinderspielplatz.
Es soll Raum für 8 Einzelzimmer mit eigenem barrierefreien Duschbad und jeweils Zugang zu einer kleinen Terrasse bieten. Die Zimmer sollen unterschiedlich eingerichtet werden. Nach Möglichkeit sollen Sponsoren eine Patenschaft für ein Zimmer übernehmen und diese, soweit gewünscht, auch mit gestalten.
Die Gäste haben aber auch die Möglichkeit, eigene Möbelstücke mitzubringen.

Das Gebäude soll daneben 2 kleine Appartements bieten. Neben einem eigenen barrierefreien Duschbad sollen diese zusätzlich mit einer kleinen Pantryküche und einem weiteren Zimmer ausgestattet werden und Familien, vornehmlich Familien mit schwerstkranken Kindern, zur Verfügung gestellt werden.
Damit wird den Familien eine gewisse Unabhängigkeit geboten, aber die intensive Anbindung an die tägliche medizinische, palliative und therapeutische Versorgung der Hospizbetreuung ist gewährleistet.

In dem Gebäude ist des Weiteren eine geräumige Wohnküche, ein Raum der Stille, ein Kinderspielzimmer, ein Therapieraum, ein Snoezelraum, ein großer Veranstaltungsraum, ein Wellnessbad und div. Büro- und Multifunktionsräume geplant.

Ein Hospiz für Jung und Alt

Die Besonderheit der generationenübergreifenden Versorgung beinhaltet eine neue zukunftsfähige Idee.

Jedes Alter hat seine Besonderheiten und somit hat ein Kind von 3 Monaten einen anderen Bedarf als ein 16 jähriger Teenager. Ebenso kann ein junger Familienvater nicht mit einem Menschen verglichen werden, der bereits ein stattliches Alter erreicht hat und vielleicht noch an einer demenziellen Erkrankung leidet.
Somit erscheint eine Aufteilung in zwei Konzepte für Kinder und Erwachsene nicht ganz stimmig und es macht deutlich, dass aufgrund der Erkrankung und der eigenen Persönlichkeit des Gastes sowieso eine jeweils individuelle Versorgung notwendig ist.